In der dynamischen Geschäftswelt von 2025 sind aussagekräftige Kennzahlen das Herzstück jeder effizienten Unternehmenssteuerung. Sie ermöglichen es, komplexe Datenmengen auf einen Blick verständlich zu machen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Doch wie definiert man die richtigen Kennzahlen, die nicht nur Zahlenkolonnen sind, sondern echten Mehrwert bieten? Die Wahl der passenden Metriken, die Integration moderner Tools wie SAP, Microsoft Power BI oder Qlik sowie die sinnvolle Visualisierung sind entscheidend. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aus zahlreichen verfügbaren Daten jene herauszufiltern, die ihre strategischen Ziele bestmöglich widerspiegeln. Dabei spielt auch die Benutzerfreundlichkeit des Dashboards eine Rolle, um den Anwendern schnelle und präzise Einblicke zu ermöglichen. Dieses Zusammenspiel von Zieldefinition, Technologie und Visualisierung wird zunehmend zum Schlüssel für den Unternehmenserfolg.
Grundlagen zur Auswahl aussagekräftiger Kennzahlen für Dashboards
Bevor ein Dashboard gestaltet wird, ist die Definition der Kernkennzahlen (KPIs) entscheidend. Diese sollten spezifisch, messbar und vor allem relevant für die Unternehmensziele sein. Ein häufiger Fehler ist es, zu viele oder irrelevante Kennzahlen zu verwenden, was das Dashboard überfrachtet und die Entscheidungsfindung erschwert. Relevanz steht im Vordergrund: Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn, Rentabilität und Effizienz sind oft zentrale Steuerungsgrößen. Beispielsweise kann ein Handelsunternehmen neben dem Gesamtumsatz auch die Umsatzentwicklung pro Produktkategorie oder die Conversion-Rate erfassen, um gezielte Maßnahmen abzuleiten.
Die Auswahl sollte außerdem verschiedene Perspektiven abdecken:
- Finanzkennzahlen: Liquidität, Gewinnmarge, Cashflow
- Kundenkennzahlen: Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Neukundengewinnung
- Prozesskennzahlen: Durchlaufzeiten, Qualitätssicherung, Effizienzmaße
- Mitarbeiterkennzahlen: Fluktuation, Mitarbeiterzufriedenheit, Schulungszeiten
Viele Unternehmen nutzen heute Tools wie IBM Cognos oder Jedox, um diese Kennzahlen aus verschiedenen Datenquellen zu aggregieren. Durch die Verknüpfung von Systemen wie SAP oder Infor können Daten automatisiert und in Echtzeit aktualisiert werden. Dies liefert nicht nur eine fundierte Basis für Entscheidungen, sondern minimiert auch den manuellen Aufwand und das Fehlerpotenzial. In der Praxis gilt: Je näher die KPIs an den strategischen Zielen ausgerichtet sind, desto aussagekräftiger wird das Dashboard für die Entscheidungsfindung.
| Kennzahlentyp | Beispiel | Zweck |
|---|---|---|
| Finanzen | Umsatzsteigerung 10% | Einschätzung der Wirtschaftlichkeit |
| Kunden | Kundenzufriedenheit 85% | Bewertung der Kundenerfahrung |
| Prozesse | Durchlaufzeit 48 Stunden | Optimierung der Abläufe |
| Mitarbeiter | Fluktuation 5% | Personalmanagement und Bindung |
So entstehen fundierte, zielgerichtete Dashboards, die das gesamte Unternehmen unterstützen.

Die Rolle moderner BI-Tools bei der Erstellung von Kennzahlen-Dashboards
Im Jahr 2025 prägen Business Intelligence (BI)-Tools maßgeblich die Gestaltung und Funktionalität von Dashboards. Anbieter wie Microsoft Power BI, Qlik, Bissantz (DeltaMaster) und BOARD erfüllen dabei unterschiedliche Anforderungen und setzen technologische Innovationen ein, um Kennzahlen effektiv zu visualisieren.
Microsoft Power BI überzeugt durch seine intuitive Benutzeroberfläche und die nahtlose Integration in die Microsoft-365-Umgebung. Mit seiner erweiterten AI-gestützten Analyse können Benutzer aus Rohdaten tiefere Einblicke gewinnen. So lassen sich beispielsweise automatische Trendanalysen oder Prognosen für zukünftige Geschäftsentwicklungen innerhalb weniger Klicks generieren.
Qlik punktet mit seiner assoziativen Datenmodellierung, die es Anwendern erlaubt, über verschiedene Datenquellen hinweg Zusammenhänge zu erkennen. Besonders in komplexen Unternehmensstrukturen mit heterogenen Systemen – etwa in Kombination mit SAP oder Infor – bietet Qlik eine flexible Plattform zur Zusammenführung und Visualisierung von Kennzahlen.
- Bissantz (DeltaMaster): Ideal für Finanz- und Controlling-Dashboards mit hoher Detailtiefe.
- IBM Cognos: Stellt umfangreiche Reporting-Funktionen bereit und unterstützt umfangreiche Datenanalysen in großen Konzernen.
- Jedox: Ermöglicht Planung und Reporting in einer integrierten Plattform, was besonders für agile Unternehmen wertvoll ist.
Neben der reinen Visualisierung zählen auch Echtzeit-Updates, flexible Filtermöglichkeiten und die einfache Bedienbarkeit zu den Anforderungen an moderne BI-Dashboards. Diese Funktionen tragen dazu bei, dass Management und Mitarbeiter jederzeit aktuelle und relevante Informationen erhalten, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können.
| Tool | Stärken | Empfohlen für |
|---|---|---|
| Microsoft Power BI | Benutzerfreundlich, AI-gestützte Analysen | Kleine bis große Unternehmen, Office-Integration |
| Qlik | Datenassoziation, flexible Datenmodelle | Unternehmen mit komplexen Datenlandschaften |
| Jedox | Integrierte Planung & Reporting | Agile Unternehmen und Controlling-Abteilungen |
| Bissantz (DeltaMaster) | Tiefe Finanzanalysen | Finanz- und Controlling-Spezialisten |
Die richtige Wahl des Tools beeinflusst die Aussagekraft und Praktikabilität des Dashboards maßgeblich und sollte daher gut überlegt sein.
Best Practices zur Visualisierung aussagekräftiger Kennzahlen im Dashboard
Die Visualisierung ist der Schlüssel zur Verständlichkeit von Kennzahlen. In einem aussagekräftigen Dashboard müssen grafische Darstellungen wie Balken-, Linien- oder Tortendiagramme möglichst klar, prägnant und vergleichbar sein. Die Auswahl des Diagrammtyps hängt vom Ziel ab: Ein Balkendiagramm eignet sich hervorragend für den Vergleich verschiedener Kategorien, während Zeitreihendiagramme den Trend über Monate oder Jahre darstellen.
Folgende Empfehlungen helfen bei der Gestaltung effektiver Visualisierungen:
- Weniger ist mehr: Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Kennzahlen, um Informationsüberflutung zu vermeiden.
- Farbkodierung: Verwenden Sie harmonische Farben zur Hervorhebung positiver und negativer Entwicklungen.
- Interaktivität: Features wie Drill-Down oder Filter ermöglichen eine detaillierte Analyse ohne Überladen des Dashboards.
- Konsistenz: Einheitliche Formatierungen und Skalen erleichtern den Vergleich zwischen unterschiedlichen KPIs.
Beispielsweise kann das Zusammenspiel von Tacho-Diagrammen für Zielerreichungen, Säulendiagrammen mit Zeitverlauf und Heatmaps für Intensitäten ein ganzheitliches Bild erzeugen. Tools wie BOARD oder Cubeware unterstützen solche komplexen Visualisierungen mit interaktiven Dashboards. Ebenso ermöglichen diese Plattformen die Integration von Datenschnitten, um Daten nach Region, Zeiträumen oder anderen Kriterien flexibel zu betrachten.
| Diagrammtyp | Beste Anwendung | Beispiel |
|---|---|---|
| Balkendiagramm | Kategorievergleich | Umsatz je Produktkategorie |
| Liniendiagramm | Zeitverlauf | Monatliche Besucherzahlen |
| Tortendiagramm | Anteilsauswertung | Marktanteile nach Region |
| Tacho-Diagramm | Zielerreichung | Quartalsziele Vertrieb |
Durch die gezielte Visualisierung wird aus reinen Zahlen ein verständliches Bild, das Management und Entscheider unterstützt.

Einsatz von interaktiven Funktionen zur Steigerung der Aussagekraft in Dashboards
Interaktivität erhöht die Nutzbarkeit und Effektivität von Dashboards deutlich. Filter, Drill-Down-Funktionen und dynamische Datenschnitte ermöglichen es Nutzern, eigenständig relevante Daten einzusehen und Zusammenhänge zu entdecken. Beispielsweise kann ein Verkaufsleiter schnell die Umsätze nach Regionen oder Produktgruppen analysieren und so gezielte Maßnahmen ableiten.
Beliebte interaktive Funktionen umfassen:
- Datenschnitte: Einfaches Filtern nach Zeit, Region oder Produkten
- Drill-Down: Vertiefte Einblicke in Detaildaten ohne Verlust des Gesamtüberblicks
- Tooltipps: Zusatzinfos beim Überfahren von Diagrammen mit der Maus
- Bedingte Formatierung: Automatische Hervorhebung auffälliger Werte
Moderne BI-Lösungen wie Microsoft Power BI und Qlik bieten umfangreiche Möglichkeiten, diese Funktionen individuell anzupassen. Auch IBM Cognos und Infor ermöglichen datengetriebene Entscheidungen durch flexible Dashboardgestaltung. Darüber hinaus sorgt die cloudbasierte Verfügbarkeit solcher Dashboards für einen jederzeitigen Zugriff, unabhängig vom Standort.
| Interaktive Funktion | Nutzen | Beispiel Anwendung |
|---|---|---|
| Datenschnitt | Schnelle Selektion relevanter Daten | Filterung Umsatz nach Quartalen |
| Drill-Down | Detaillierung von Daten ohne Überforderung | Umsatzanalyse pro Kunde |
| Tooltipps | Ergänzende Informationen ohne Platzverbrauch | Anzeige von zusätzlichen Statistiken bei Maus-Hover |
| Bedingte Formatierung | Sofortige visuelle Hervorhebung | Markierung von Verkaufszielen, die nicht erreicht wurden |
Tipps für die Integration und den Austausch von Dashboards im Unternehmen
Dashboards entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie im gesamten Unternehmen genutzt und verstanden werden. Ein häufiger Stolperstein ist der fehlende Zugriff oder die fehlende Transparenz zwischen Abteilungen. Moderne Lösungen wie Cubeware oder BOARD bieten hier umfassende Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und zum sicheren Austausch der Visualisierungen.
Wichtige Aspekte für die erfolgreiche Implementierung sind:
- Nutzerrechte vergeben: Unterschiedliche Zugriffsrechte für Mitarbeiter und Management.
- Automatisierte Aktualisierung: Echtzeitdaten schaffen Vertrauen in die Verlässlichkeit.
- Mobiler Zugriff: Dashboards auch via Smartphone und Tablet nutzen.
- Schulung und Support: Anwender fit machen, um die Kennzahlen richtig zu interpretieren.
Die Integration in bestehende Systeme wie SAP oder Infor sorgt zudem für eine einheitliche Datenbasis. Ein einheitliches Reporting über alle Bereiche hinweg fördert die Transparenz und unterstützt die strategische Ausrichtung.


